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FrauenFinanzen24                                                                                                                                                                                                                                    

Der Weg in die finanzielle Freiheit

Frauen müssen besonders gut vorsorgen: Kindererziehungszeiten, Teilzeitarbeit und häufig auch geringere Gehälter als männliche Kollegen führen dazu, dass Frauen später kaum eine gesetzliche Rente erhalten. Der private Vermögensaufaufbau bleibt auf der Strecke. Noch immer ist Frauen dieses Versorgungsdilemma nicht bewußt. Sie sollten daher rasch handeln.

Früh anfangen. Frauen sparen fürs Alter nicht nur zu wenig, sondern auch falsch. Denn: Sie setzen zu sehr auf kurzfristige Anlagen, und ihnen fehlt der Mut, in chanchenreichere Produkte zu investieren. Dabei bringen schon regelmäßige, kleinere Beträge viel Geld. Frauen sind die vorsichtigeren Anleger – und verzichten auf Rendite – ergab eine Untersuchung der Fondsgesellschaft Fidelity. Fungieren Frauen als Finanzentscheider, erzielen sie mit allen getroffenen Vorsorgemaßnahmen nach Renteneintritt 53 Prozent ihres letzten Haushalts-Bruttoeinkommens. Bei Männern sind es 59 Prozent, ergab die Studie. Grund ist das defensivere Anlageverhalten: 27 Prozent der Frauen setzen zur Altersvorsorge auf das Sparbuch. Nur sieben Prozent besitzen ein Wertpapierdepot.

Können einsetzen. Dabei sind Frauen die besseren Geldanleger. Sie erzielen höhere Renditen als Männer. Die jüngste Auswertung der DAB Bank bestätigte diese Erkenntnis erneut. Der Münchner Online-Broker nahm annähernd 466 000 Kundendepots unter die Lupe und verglich, wie Depots von Männern und Frauen abschnitten. Frauen überstanden die Baisse 2008 mit einem Minus von „nur“ 30 Prozent weit besser als Männer, deren Portfolios im Schnitt 36 Prozent verloren. Zum Vergleich: Der weltweite Aktienindex MSCI World rutschte um 42 Prozent ab. Auch im Bullenjahr 2007 schnitten Frauen besser ab: Der MSCI World legte um sieben Prozent zu, die Frauendepots bei der DAB wiesen im Schnitt ein Plus von 18 Prozent aus, die Männerdepots schafften nur 14 Prozent.

Prüfen Sie: Was sind ihre finanziellen Ziele?

Gut gerüstet. Diese Website verrät, worauf es beim langfristigen Vermögensaufbau ankommt. Wer Schritt für Schritt vorgeht, ist für ein finanziell sorgenfreies Leben gut gerüstet:

  1. Renteninfo. Wer seinen privaten Vermögensaufbau regeln will, sollte sich zuerst um die gesetzlichen Rentenansprüche kümmern. Aufschluss darüber geben die jährlichen Renteninformationen. Diese werden automatisch an alle Versicherten verschickt, die mindestens 27 Jahre alt sind und fünf Beitragsjahre vorweisen. Die Rentenbehörde www.deutsche-rentenversicherung.de informiert über die aktuellen Rentenansprüche bei Erwerbsunfähigkeit, die Altersrente auf Grundlage der bisher erworbenen Entgeltpunkte und die prognostizierte Rente, sollten Beiträge wie in den vergangenen fünf Jahren bis zum Alter von 65 Jahren fließen. Vorsicht: Inflation, Steuern und Krankenversicherungsprämien sind nicht berücksichtigt. Die Nettorente wird also deutlich geringer ausfallen. Frauen sollten die Angaben zu den bisherigen Rentenbeiträgen sowie den Versicherungsverlauf daher genau prüfen und bei Bedarf Fehlzeiten nachmelden oder Fehler berichtigen. Jedes fehlende Versicherungsjahr und jeder nicht gemeldete Euro Gehalt haben Einfluss auf die spätere Rentenhöhe.
  2. Rentenlücke. Auch wenn niemand die gesetzliche Rente in 20, 30 oder 40 Jahren voraussagen kann, ist jetzt schon klar: Mit den tatsächlich verfügbaren Beträgen kann keiner den gewohnten Lebensstandard halten. Schon wer das Rentenniveau der derzeitigen Rentnergeneration (etwa 70 Prozent des durchschnittlichen Nettoeinkommens)erreichen will, muss privat vorsorgen. Als Faustformel gilt: Acht bis zehn Prozent des Bruttoeinkommens sollten in die Altersvorsorge fließen. Besser ist es, selbst per Rentenschätzer etwa www.dia-vorsorge.de zu ermitteln, wie groß die eigene Versorgungslücke ausfällt und wie hoch die optimale Altersvorsorge-Sparrate ist.
  3. Risikoschutz. Bei aller Altersvorsorgeplanung darf niemand den Risikoschutz www.focus.de vergessen. Bis der Ruhestand erreicht wird, lauern noch einige existenzielle Gefahren, gegen die sich jeder schützen muss. So ist eine private Haftpflichtversicherung unverzichtbar, um eventuelle Schadenersatzansprüche Dritter zu regulieren. Die Absicherung der eigenen Arbeitskraft ist ebenfalls elementar, etwa mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Schließlich ist auch der Hinterbliebenenschutz Pflicht, um die Familie mit einer Risikolebensversicherung abzusichern. Sind diese Verträge unter Dach und Fach, kann der Vorsorgesparer parallel für den Ruhestand und den Vermögensaufbau finanziell planen.
  4. Lebensphasen. In jeder Lebensphase sind neben den Kosten des Alltags auch Zusatzbelastungen möglich: Einer will ein Haus bauen, der Nächste plant eine lange Weltreise, und ein Dritter wünscht sich möglichst zahlreichen Nachwuchs. Diese ganz individuellen Bedürfnisse müssen bei der Vorsorgeplanung berücksichtigt werden. Es besteht zu verschiedenen Zeiten also unterschiedlicher Kapitalbedarf. Dabei ist stets auch ein ausreichender Liquiditätspuffer für unvorhergesehene Ausgaben einzukalkulieren, falls etwa mal die Waschmaschine kaputtgeht oder das Auto streikt. Clevere Rechner machen zudem regelmäßig einen Kassensturz und versuchen, die laufenden Ausgaben zu optimieren. Für so manche Versicherung, Bankverbindung oder Telefongebühr finden sie günstigere Alternativen. Das gesparte Geld können sie gut für die Vorsorge nutzen.
  5. Frühstart. Grundsätzlich gilt: Je früher ein Vorsorgewilliger mit dem Vermögensaufbau beginnt, desto besser. Dann braucht er insgesamt weniger anzusparen, um im Alter auf einen ansehnlichen Kapitalstock zurückgreifen zu können — der Zinseszinseffekt macht's möglich www.zinsen-berechnen.de Jedes Jahr, um das die Altersvorsorge auf die lange Bank geschoben wird, muss man teuer bezahlen. Wer beispielsweise zehn Jahre später mit den monatlichen Ratenzahlungen in das gleiche Produkt beginnt, kann insgesamt nur gut die Hälfte der sonst erzielbaren Summe ansparen. Ist das deutlich geringere Finanzpolster aber nicht ausreichend, muss er den späteren Einstieg durch erheblich höhere Beiträge erkaufen, um letztlich auf den gleichen Endbetrag zu kommen.
  6. Inflation. Bei der Vorsorgeplanung oft vergessen: die Inflation. Die schleichende Geldentwertung führt dazu, dass heutige Sparer mit der nominal gleichen Summe künftig, als Ruheständler, weniger kaufen können, weil die Kaufkraft des Geldes nachlässt oder, schlicht ausgedrückt, das Leben teurer wird. Obwohl die fürs Alter angesparten Summen im Prinzip stattlich klingen, die Inflation kann zusätzliche Lücken reißen www.zinsen-berechnen.de/inflationsrechner Diese Lücken sind rechtzeitig abzudecken.
  7. Langlebigkeit. Die Menschen werden immer älter, eine Tatsache, die Vorsorgesparer unbedingt berücksichtigen müssen – besonders Frauen, die im Druchnitt sechs Jahre länger leben als Männer. Denn es ist ein Unterschied, ob das angesparte Kapital zehn, 20 oder 30 Jahre reichen muss. Wer seinen Vorsorgebedarf ermittelt, sollte also auch die voraussichtliche Länge der Rentenphase realistisch einschätzen. Auf der sicheren Seite sind Ruheständler mit Versicherungsprodukten, die eine lebenslange Rente versprechen. Wer auf andere Anlageformen setzt, sollte seinen Auszahlplan besser zu lang als zu kurz kalkulieren. Wer es sich leisten kann, lebt nur von den Erträgen und verzichtet auf den Kapitalverzehr.
  8. Fördermöglichkeiten. Mit Zulagen und Steuervorteilen unterstützt der Staat die Bürger bei ihrer privaten Altersvorsorge — sei es bei der Riester-Rente, der Rürup-Förderung oder der betrieblichen Altersvorsorge www.steuerrat24.de Clevere Sparer nehmen diese Förderung auf jeden Fall mit. Denn in der Regel bleibt Ruheständlern unterm Strich mehr als bei vergleichbaren nicht gesponserten Produkten.
  9. Mentalität. Die Produkte und die Chance-Risiko-Verhältnisse der verschiedenen Anlageformen sind fast genauso vielfältig wie die Präferenzen der einzelnen Vorsorgesparer. Wer mehr auf Sicherheit setzt und Garantien unverzichtbar findet, liegt eher bei klassischen Versicherungen oder Festverzinslichen richtig. Wer dagegen verstärkt an den Chancen des Kapitalmarkts teilhaben will, setzt zum Beispiel mehr auf Aktien oder Fonds www.onvista.de. Grundsätzlich aber gilt: Auf den richtigen Vorsorgemix kommt es an. Der Sparer sollte nicht ausschließlich in ein Produkt investieren, sondern eine ausgewogene Mischung anstreben — mit Schwerpunkten je nach persönlicher Risikoneigung.
  10. Flexibilität. Staatlich geförderte Altersvorsorgeverträge www.test.de sind zwar lukrativ, in ihrer Ausgestaltung jedoch sehr starr. Mit flexibleren Produkten runden Sparer die optimale Vorsorge ab. Egal, ob Aktien, Anleihen, Fonds, Versicherungen oder Banksparpläne – wichtig ist, dass die Vorsorgesparer den Zeitpunkt der Auszahlung selbst bestimmen können. So können sie etwa ihren eigenen vorgezogenen Renteneintritt bedarfsgerecht finanzieren. Idealerweise können die Beiträge in der Ansparphase immer wieder an neue Lebensumstände angepasst und auch mal ausgesetzt werden. Wichtig ist, dass das Vermögen in risikoärmere Anlagen umgeschichtet wird, je näher der Ruhestand rückt. Auch die steuerlichen Regeln sind bei der Vorsorgeplanung im Auge zu behalten. Für die langfristige Altersvorsorge sollte die Steuer nicht unbedingt als vorrangiges Entscheidungskriterium bei der individuellen Produktauswahl herangezogen werden.

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